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Was Sie vielleicht schon immer wissen wollten
TEEPFLANZE
Die Teepflanze gehört in bezug auf Ihre botanische Herkunft zur Gattung der Kameliengewächse. Es werden 2 Hauptpflanzen je nach Herkunftsgebiet unterschieden, die THEA SIMENSIS aus China und die THEA ASSAMICA, die ihren Ursprung in Assam hat. Die Teepflanze ist, sofern sie nicht absichtlich regelmäßig beschnitten wird, ein immergrünes Baumgewächs, in der Regel wird sie in einer konstanten Höhe von 1 m gehalten, um die vegetative Phase, in der sich die Pflanze dann befindet und in der sie stetig neue Blätter und Triebe bildet, zu erhalten. Zum anderen ist dies für die Tee-Pflücker eine optimale Höhe für ein bequemes Pflücken.
KLIMABEDINGUNGEN
Zum guten Gedeihen braucht der Tee eine mittlere Jahrestemperatur von mindestens 18 Grad und höchstens 32 Grad C im Schatten. Vielerorts werden die Teesträucher von Schattenbäumen vor zu starker Sonneneinstrahlung geschützt. Die Teepflanze sollte jedoch in jedem Fall mindestens 4 Sonnenstunden täglich haben. Aufgrund dessen werden oftmals auch Bergregionen für den Teeanbau bevorzugt. In Bergregionen ist auch für eine gute Entwässerung gesorgt. Teepflanzen benötigen zwar gleichmäßig über das Jahr verteilte Niederschläge, die um die 1600 Liter pro qm liegen, aber sie vertragen keine stauende Nässe.
DIE TEEPRODUKTION
Die Teeprokuktion beginnt mit der Pflückung, die in der Regel von Frauen per Hand in sogenannten "Pflückrunden" vollzogen wird. Schon zum Zeitpunkt des Pflückens werden die ersten Quialitätsmerkmale festgelegt, denn je feiner das gepflückte Blattgut ist, umso feiner und aromatischer wird auch der daraus gewonnene Tee.
"Two leaves and a bud" heißt die goldene Regel oder auch die junge Blattknospe und die beiden darunter liegenden noch zarten Blätter des Teestrauchs.
PFLÜCKEN In der Hauptsaison gibt es 2 Pflückungen am Tag, nach denen der Tee sofort zur Weiterverarbeitung gelangt. WELKEN
Zum Welken liegen die Teeblätter zwischen 6 und 12 Stunden ausgebreitet auf Kunststoff- oder Drahtgittern. Durch das Welken wird dem Blatt ca. 30% seiner Feuchtigkeit entzogen. Es erhäölt die Geschmeidigkeit, welche ein gutes Rollen ermöglicht. ROLLEN Durch den Rollvorgang wird das Blattgut unter Druck zerquetscht und zerschnitten, so daß der Zellsaft mitSauerstoff in Berührung kommt. Nach 30-minütigem Rollen läuft das noch saftfeuchte Blattgut durch eine Rüttel-Siebmaschine und wird dabei ausgesiebt und von Verklumpungen befreit. AUSSIEBEN Das erste hier ausgesiebte Blattgut geht sofort in die Fermentation. Der Vorgang des Rollens und des anschließenden Aussiebens kann mehrfach wiederholt werden.
FERMENTIEREN Die Fermentation ist ein Oxidationsprozess unter Mithilfe von Sauerstoff, bei dem die im grünen Blatt vorhandenen Gerbstoffe auf ¼ reduziet werden. Die Blätter nehmen eine kupferrote Farbe an, der Gehalt an freilöslichem Koffein erhöht sich und der Tee bildet seine typischen Aromastoffe. Aufgrund der Fermentation hat schwarzer Tee auch weniger Bitterstoffe als grüner Tee, der nicht fermentiert wird. TROCKNEN
Bei Temperaturen um 90 Grad C durchläuft der Tee auf Laufbändern den Heißlufttrockner, wodurch der Wassergehalt des Tees auf ein Minimum reduziert wird. Der vorher ausgepreßte Zellsaft haftet jetzt fest an den Blattpartikeln und aus dem. kupferroten Teeblatt wird nun schwarzer Tee SORTIEREN Das Blattgut läuft nach dem Trocknen über Schüttelsiebe, wodurch sich je nach Größe des Blattes die entsprechenden Blattgrade ergeben.
Kurzes Rollen - mäßiger Druck - hoher Anteil an Blatt- und Pekoe-Graden Starkes Rollen - hoher Druck - hoher Anteil an Fannings- und Durst-Graden.
Blattgrade sind Größensortierungen der Tees, angefangen vom Blatt-Tee bis hin zum kleinsten Staub, der nur in Teebeuteln verwendet wird, und bezeichnet die Blattgröße, von der Aroma, Frische und Färbung abhängig ist. Blattgrade werden in Buchstabenkombinationen angegeben und stehen auf Ihrem Tee-Etikett zwischen dem Ursprungsland oder Anbaugebiet und der Bezeichnung des Teegartens. Wir haben für Sie die gebräuchlichsten Muster zusammengefaßt:
Blatt-Tee
SFTGFOP Special Fine Tippy Golden Flowery Orange Pekoe FTGFOP Fine Tippy Golden Flowery Orange Pekoe TGFOP Tippy Golden Flowery Orange Pekoe FOP Flowery Orange Pekoe OP Orange Pekoe P Pekoe
Broken-Tee (Blattstücke)
TGFBOP Tippy Golden Flowery Broken Orange Pekoe GFBOP Golden Flowery Broken Orange Pekoe FBOP Flowery Broken Orange Pekoe BOP Broken Orange Pekoe BP Broken Pekoe BT Broken Tea
Orange steht für das Niederländische Königshaus Oranien - hier wird das Königlich mit besonders gut gleichgesetzt
Pekoe bezeichnet die Blattgröße der jungen noch zarten Blätter
Tippy oder tip bezeichnet die hellen Teile des Tees, also die Blattspitzen junger, zarter Teeblätter, die sich beim Fermentieren nicht dunkel färben. Daran erkennt der Fachmann einen wertvollen Hochlandtee.
Golden sind goldbraune Spitzen (tips). Diese Bezeichnung wird hauptsächlich bei Darjeeling bzw. Assamtee verwendet. Sie geben dem Tee ein hübsches Aussehen.
Flowery bedeutet bei der Pflückung, das jüngste Blatt ist im Aufblühen und ist Voraussetzung für ein blumiges Aroma
Broken die englische Bezeichnung für abgebrochenen, kleinblättrigen Tee
Fannings Beim Sieden anfallende kleine Teilchen des Teeblattes (Teebeutel)
Dust kleinste und letzte Aussiebung (Staub)
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